Digitales 3D-Aufmaß und Drohneneinsatz auf der Baustelle

Steckbrief

Träger

Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V.

Mitantragsteller:

Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade BW

Verband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes BW

Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks BW

Landesinnungsverband des Maler- und Lackierhandwerks BW

Status

Die Digitalisierungswerkstatt wurde zwischenzeitlich abgeschlossen und befindet sich nun in der Transferphase.

Thema

In diesem gewerkeübergreifenden Projekt gilt es, die Einführung von digitalen 3D-Aufmaßsystemen im Handwerk voranzutreiben. Dabei wird der Fokus einerseits auf die durch den Einsatz von Laserscannern bedingte Prozessoptimierung, andererseits aber auch die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und Dienstleistungen gelegt.

Die Aufmaßerstellung stellt einen der bedeutendsten Bausteine in der Arbeit von Handwerksbetrieben dar und dieser Kernprozess durchläuft mit der Digitalisierung und Entwicklung von 3D-Technologien einen Transformationsprozess. Die dreidimensionale grafische Darstellung und konstruktive Weiterverarbeitung bietet dabei erhebliche Vorteile – Zeitersparnis, Reduzierung von Fehlerquellen, Erhöhung der Genauigkeit und fortlaufend transparente Dokumentationen.

Bauverbände mit gewerkeübergreifender Digitalisierungswerkstatt

Gut angekommen ist der erste Workshop, der als Auftakt einer mehrmonatigen gewerkeübergreifenden Digitalisierungswerkstatt zum Thema „Digitales 3D-Aufmaß und Drohneneinsatz auf der Baustelle“  stattfand. „Die Nutzung digitaler 3D-Aufmaß-Techniken bietet Bauhandwerksfirmen vielfältige Chancen – sowohl bei der Optimierung betrieblicher Prozesse als auch bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder“, erklärt Manuela Schwörer, Leiterin der Geschäftsstelle Freiburg der Bauwirtschaft Baden-Württemberg. Ziel der Digitalisierungswerkstatt war es, Unternehmen des Bau- und Ausbaugewerbes beim Einstieg in die neue Technologie zu unterstützen. Insgesamt sieben Betriebe aus dem Bau-, Dachdecker-, Maler-, Stuckateur- und Zimmererhandwerk beteiligten sich an der Maßnahme.

Inhaltlich bot der erste Workshop den Teilnehmern zunächst Gelegenheit, wesentliche Grundlagen der Vermessung kennenzulernen. Martin Huppenbauer vom Esslinger Vermessungsbüro Hemminger stellte aktuelle Entwicklungen im Bereich 3D-Aufmaß vor und erläuterte wichtige Fachbegriffe. Im Anschluss präsentierten verschiedene Firmenvertreter anhand verschiedener Instrumente – darunter Totalstationen (elektronische Tachymeter) und 3D-Scanner – die unterschiedlichen Messmethoden. Für die Zuschauer war es dabei faszinierend zu beobachten, wie mit Hilfe digitaler Techniken Räume in nur wenigen Minuten dreidimensional erfasst werden können. Bei einer abschließenden Diskussion konnten die Teilnehmer sich über die vorgestellten Techniken sowie Einsatzmöglichkeiten in ihren Unternehmen austauschen.

Nach dem erfolgreichen Auftakt wurde die Digitalisierungswerkstatt in den folgenden Monaten mit drei weiteren Workshops fortgesetzt, unter anderem mit dem Thema „Aufmaß mit Drohnen und Photogrammmetrie“ sowie der Umsetzbarkeit im Betrieb und der Kundenakzeptanz. In einer Schlussveranstaltung hatten die Mitwirkenden die Möglichkeit, die für ihr Unternehmen gewonnenen Erkenntnisse vorzustellen und zu diskutieren.

Zusätzlich zu den Workshops zählte die individuelle Begleitung der beteiligten Unternehmen durch professionelle Berater zum Programm der Digitalisierungswerkstatt. In intensiven Vor-Ort-Gesprächen wurden dabei je nach Wunsch z. B. Detailanforderungen oder firmenspezifische Lösungen erarbeitet. Um die in den Workshops gewonnenen Ergebnisse auch anderen Betrieben zugänglich zu machen, wurden nach Abschluss der Veranstaltungsreihe Transferunterlagen erstellt. Diese sind veröffentlicht und interessierten Handwerksverbänden zur Weitergabe an ihre Mitglieder zur Verfügung gestellt.

Das Projekt Digitalisierungswerkstatt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg finanziell gefördert und ist eingebunden in die „Zukunftsperspektive Handwerk 2025“ des Ministeriums und des Baden-Württembergischen Handwerkstags.

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