Interaktives ÜBA-Lernkonzept mittels Augmented Reality (AR)

Steckbrief

Träger

Handwerkskammer Stuttgart

Status

Das Projekt ist abgeschlossen. Die komplette App kann auf Wunsch vorgeführt werden.

Infos & Kontakt

Katharina Dettweiler
Leitung Interne Services Digitalisierung Berufliche Bildung

Bildungsakademie
Handwerkskammer Region Stuttgart
Holderäckerstraße 37
70499 Stuttgart

Tel: 0711 1657-619

Mit Augmented Reality lernen – die Wirklichkeit Auszubildender per App anreichern

Im Rahmen dieses Projekts wurden AR-Anwendungen für den Präsenzunterricht entwickelt, die die Überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) sinnvoll ergänzen. Auf dem freien Markt gibt es nur wenige AR-Anwendungselemente im Bereich Handwerk, die nicht von Herstellern finanziert sind. Zudem sind die AR-Elemente meist nicht auf den didaktischen Ablauf des Unterrichts abgestimmt. Die AR-Elemente bringen mittels einer App-Lösung virtuelle Informationen in die physische Lernumgebung der Lehrwerkstätten. Simulationen und animierte Modelle fördern in den Gewerken Zahntechnik, Kraftfahrzeugtechnik und Sanitär, Heizungsbau und Klima das Verständnis der Auszubildenden für abstrakte Lehrinhalte. Die AR-Software ermöglicht eine Wiederholung von Arbeitsabläufen und dokumentiert Lernfortschritte für eine effektive Lernbegleitung.

Konkrete Ziele waren:

  • Visualisierung von komplexen und real nicht visualisierbaren Vorgängen.
  • Unterstützung des Lernprozesses durch Wiederholung und Dokumentation des Lernfortschritts.
  • Unterstützung des Lehrmeisters in seiner Rolle als Lernbegleiter.
  • Erhöhung der Lernmotivation bei der Zielgruppe des Auszubildenden in den genannten Gewerken durch spielerische AR-Anwendungen.
  • Steigerung der Arbeitssicherheit und Minderung des Materialverschleiß durch animierte Szenarien.

Die komplette App kann auf Wunsch vorgeführt werden

Bisher konnte nur punktuelle Erprobungen im Hinblick auf Bedienbarkeit, Lernmotivation und methodisch-didaktische Eignung stattfinden. Die ersten Erkenntnisse, lassen die App jedoch vereinzelt als Lösung für verschiedene Schulungsproblematiken erkennen.

Bedienbarkeit: Die Bedienbarkeit wird meist als intuitiv empfunden, stellt die ungeübter Nutzer*innen jedoch vor vereinzelte Herausforderungen. Eine Dokumentation innerhalb der App soll hier noch für einen schnelleren Überblick zur technischen Bedienbarkeit und Navigation der Anwendung sorgen.

Lernmotivation: Die Auszubildenden haben nicht zuletzt durch die Neuartigkeit der Methode mit großer Begeisterung und Neugierde die App eingesetzt. Die Quizzes haben sich als besonders motivationssteigernd erwiesen. Vereinzelt wurden die Inhalte zals bereichernde Ergänzung zum theoretischen Unterricht bewertet. Die Anwendung vermittelt viel Hintergrundwissen, das jederzeit erneut abgerufen werden kann.

Methodisch-didaktische Eignung: Im Hinblick auf die methodisch-didaktische Eignung lassen sich Thesen, die zu Projektstart aufgestellt wurden vereinzelt stützen. So konnten z.B. im Bereich Fahrwerk verschiedene Lenk- und Bewegungsabläufe der Achsen durch Simulationen von den Auszubildenden optimal nachgestellt und wiederholt werden. Die mechanischen Vorgänge sind so einfacher zu entdecken, auszuprobieren und zu reproduzieren. Diese Vorgänge sind am Schulungsfahrzeug nur schwer oder nicht erkennbar. Auch die Nachstellung der Beleuchtungswand und das virtuelle Stecken der Schaltverbindungen, sorgte für effiziente Wiederholungsübungen.

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