Gute betriebsinterne Beziehungen und Zufriedenheit durch einen fairen Umgang in Konfliktsituationen

Zu den sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit in Unternehmen gehört das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Als Arbeitgeber tragen Sie die Verantwortung für Ihre Mitarbeiter.

Von einem fairen Umgang miteinander profitieren sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber, denn zufriedene Mitarbeitende leisten die beste Arbeit.

Es gibt Situationen, in denen es schwierig ist respektvoll und lösungsorientiert zu diskutieren, z.B. bei Streitigkeiten zwischen Führungskräften oder Mitarbeitenden, im Nachfolgeprozess oder zwischen Azubi und Meister:in. Manche Konfliktparteien können nicht mehr miteinander sprechen, ohne dass das Gespräch eskaliert und eine Trennung steht im Raum. Konflikte kosten Betriebe sehr viel Zeit und Energie – manchmal sogar Geld und Kunden. Eine Mediation kann helfen, die Energien wieder in die richtigen Bahnen zu lenken und eine Trennung im Streit zu verhindern. Als Baustein einer nachhaltigen Personalpolitik gehört das Mitarbeiterwohlbefinden zu einem ganzheitlichen Konzept.

Konflikte eskalieren in neun Stufen.

Konflikte entstehen oft schleichend. Manchmal ist ein kleines Missverständnis der Auslöser. Wenn das Missverständnis nicht angesprochen und aufgelöst wird, kann dadurch ein Konflikt entstehen und so stark eskalieren, bis die Situation nicht mehr von den Beteiligten alleine zu lösen ist.

9 Konfliktstufen nach Glasl

Der Konfliktforscher Friedrich Glasl hat beschrieben, dass ein Konflikt in 9 Stufen eskaliert und ab einer bestimmten Stufe ohne externe Hilfe nicht mehr lösbar ist.

Deshalb ist es wichtig, Konflikte im Unternehmen nicht zu ignorieren und frühzeitig anzusprechen, noch bevor externe Unterstützung notwendig wird.

Mediation als Chance.

Im Kern der Mediation geht es darum, den Beteiligten durch ein strukturiertes Verfahren die Möglichkeit zu geben, die Sichtweisen und Bedürfnisse der anderen Seite anzuhören und besser zu verstehen. Dadurch können Lösungen gefunden werden, auf die eine Person alleine nicht gekommen wäre.

Warum es für die Lösungsfindung helfen kann, dass man weiß, was dem anderen wichtig ist, zeigt das „Zitronenbeispiel“: Es gibt nur noch eine Zitrone und zwei Parteien brauchen jeweils eine ganze Zitrone. Eine vermeintlich faire Lösung wäre, die Zitrone einfach zu halbieren. Mit dem Wissen, dass eine Partei den Zitronensaft für eine Limonade und die andere die Schale zum Backen eines Kuchens braucht, würde die Lösung vermutlich anders aussehen. Erst wenn die Bedürfnisse der Beteiligten bekannt sind, wird eine für beide Seiten optimale Lösung möglich.

Und manchmal führen unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dieselbe Sache zu Missverständnissen und stehen einer gemeinsamen Lösung im Weg. So kommt es bei der Ziffer 6 entscheidend auf die Blickrichtung an, ob man eine sechs oder eine neun sieht. Hier hilft die Mediation den Parteien zu erkennen, dass es kein richtig oder falsch gibt und unterstützt die Parteien dabei, die Perspektive der anderen Partei einzunehmen.

Einen zukunftsorientierten Konsens finden.

Mediation bietet die Chance, einen für alle Seiten tragfähigen Weg aus einem bestehenden Konflikt zu finden. Das gelingt dadurch, dass gegenseitiges Verständnis und die Lösungsfindung im Mittelpunkt stehen und nicht die Frage nach der „Schuld“ gestellt wird. Mediation richtet den Blick von der Vergangenheit in die Zukunft und fragt, wie die Parteien in Zukunft miteinander umgehen wollen. Der Mediator ist kein Schiedsrichter. Er ist immer neutral, bewertet nicht und gibt keine Lösungen vor. Der Mediator ist ausschließlich Experte für den Prozess.
Die Beteiligten finden in diesem Prozess die Lösungen für ihren Konflikt selbst. Das erhöht die Akzeptanz und die Nachhaltigkeit der Lösung.

Konflikt als Chance.

Konflikte können also auch immer eine Chance für eine positive Weiterentwicklung oder Veränderung im Unternehmen sein. Durch den Perspektivwechsel werden oft Lösungen erkennbar, die zuvor nicht sichtbar waren.

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