Soziale Nachhaltigkeit im Handwerk

Kunden und Mitarbeiter sind mehr und mehr daran interessiert, ob und in welchem Ausmaß Unternehmen soziale Verantwortung übernehmen. Ihre operativen und strategischen Entscheidungen haben gesellschaftliche Auswirkungen, die sowohl die Unternehmenskultur als auch das Image des Unternehmens prägen. Das unternehmerische Engagement, wie zum Beispiel Gesundheits- und Arbeitsschutz, gute Arbeitsbedingungen oder die Inklusion, leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlergehen.

Fachkräftemangel, unbesetzte Lehrstellen und eine hohe Fluktuation der Mitarbeitenden – all diese Themen gehören zu den großen Herausforderungen und Aufgaben vieler Unternehmen.

Eine große Stärke des Handwerks ist die hohe Ausbildungsleistung. Das Handwerk trägt damit auf der einen Seite zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stabilität bei, auf der anderen Seite wird dadurch der Fachkräftebedarf gesichert. Die Ausbildungsbetriebe bieten dem Nachwuchs vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven.

Handwerksunternehmen leisten einen starken Beitrag zu einer ausgeglichenen Gesellschaft und einem sozialen Miteinander. Gleichberechtigung wird im Handwerk in vielfältiger Weise gelebt. Eine gerechte Entlohnung sowie Karrierechancen spielen dabei eine große Rolle. Im Handwerk findet sich bei Betriebsinhabern und Auszubildenden ein großer Anteil von Migranten. Ältere Arbeitnehmer werden gerade im Handwerk als geschätzte Erfahrungsträger beschäftigt.

 

Wichtige Fragen zur sozialen Nachhaltigkeit in Ihrem Betrieb

Sie möchten wissen, welche Aspekte hierbei eine Rolle spielen? In unserer Checkliste zur Nachhaltigkeit finden Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Jetzt die Checkliste herunterladen

Handlungsempfehlungen für Betriebe

  • Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und die Unternehmenskultur prägen Ihre Arbeitgebermarke und bestimmen den Erfolg Ihres Unternehmens maßgeblich mit. Die besondere Betriebsstruktur im Handwerk – meist kleinere Betriebe, die oft als Familienbetrieb geführt werden – haben einen großen Vorteil gegenüber großbetrieblichen Strukturen: Es gibt hier einen starken sozialen Zusammenhalt, die Arbeitsatmosphäre ist persönlicher und familiärer. Nutzen Sie diesen Vorteil und schaffen Sie eine positive und moderne Unternehmenskultur.
  • In Zeiten des Fachkräftemangels müssen Sie selbst für die Qualifikation von Fachkräften sorgen. Durch die betriebsinterne Ausbildung können Sie die nächste Generation in Ihr Unternehmen integrieren und passend zu Ihrem Betrieb qualifizieren. Der Ruf als guter Ausbildungsbetrieb verschafft dem Unternehmen ein positives Image und erhöht seine Erfolgschancen beim Wettbewerb um die knappen Talente.
  • Durch ehrenamtliches Engagement in Prüfungsausschüssen tragen Sie zur Qualität der Ausbildung bei und können sich einbringen, um Ausbildungsinhalte auf die Bedürfnisse in den Betrieben auszurichten.
  • Durch eine stetige Weiterbildung der Mitarbeitenden können Sie sicherstellen, dass Ihre Handwerksleistungen auf dem aktuellen Stand der Technik angeboten werden können. Weiterbildungsmaßnahmen und Qualifikation sind ebenfalls Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung vieler Nachhaltigkeitsaspekte, wie etwa Klimaschutz, Ressourcenschonung oder ökonomische Stabilität.
  • Um Sie bei Themen rund um Ihr Personal, Arbeitgeberattraktivität und Arbeitgebermarke zu unterstützen, bietet die Zukunftsinitiative Handwerk 2025 eine geförderte Personalberatung. Die Beratung für Personal- und Organisationsentwicklung im Rahmen der Zukunftsinitiative Handwerk 2025 ist ein kostenloses Angebot in allen acht Handwerkskammern des Landes.

Checkliste für die Nachhaltigkeit im Handwerk

Mithilfe unserer Checkliste bekommen Sie ein gutes Bild von den vielfältigen Themen der Nachhaltigkeit und können die Stärken sowie den Handlungsbedarf Ihres Handwerksbetriebs erkennen.

Werden Sie sich bewusst, in welchen Bereichen Sie aktiv werden müssen, um die Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen noch besser verankern zu können. Weitere Informationen erhalten Sie auch bei Ihrer Handwerkskammer oder Ihrem Fachverband.

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