Mitarbeiter binden

Fachkräfte bei der Stange halten

Wer seine Mitarbeiter langfristig binden möchte, sollte einmal deren Perspektive einnehmen. Was hält sie im Betrieb? Haben sie Spaß an der Arbeit und was machen sie gerne? Fühlen sich alle im Unternehmen wohl? Wenn Menschen gerne zur Arbeit gehen und Leistung zeigen, ist die Unternehmenskultur richtig. Dafür sind vor allem diese Bereiche wichtig:

Eine hohe Mitarbeiterbindung ist für alle von Vorteil:
  • Direkt ablesbar ist die Betriebstreue der Mitarbeiter an der Arbeitsproduktivität. Wer sich wohlfühlt bei dem, was er macht, der leistet mehr und macht weniger Fehler.
  • Die Personalkosten sinken, wenn nicht ständig neu eingestellt und eingearbeitet werden muss.
  • Die Kunden schätzen Mitarbeiter, die wissen, was sie tun und für den Betrieb einstehen. Gedanken dabei: Das muss ein gutes Unternehmen sein.
  • Ein gutes Arbeitgeberimage spricht sich herum. Solche Betriebe erhalten mehr passende Bewerbungen für ihre Ausbildungsstellen und für Jobs. Auch die Mitarbeiter gewinnen, wenn sie sich nicht andauernd auf neue Führungskräfte und Kollegen einstellen müssen.
Die Zutaten für eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeiter bleiben wollen:
  • Ein angenehmes und konfliktfreies Arbeitsklima
  • Vertrauensvolle und respektvolle Kommunikation
  • Auf die Belange, Wünsche und Probleme der Mitarbeiter eingehen
  • Feedback geben
Die Mitarbeiter weiterentwickeln – und den Betrieb gleich mit

In kaum einem Gewerk wird heute noch genauso wie vor 50 Jahren gearbeitet. Nicht erst seit der Digitalisierung verändern sich Maschinen, gibt es neue Materialien, veränderte Vorschriften, neue Kundenwünsche. Das zwingt alle dazu, lebenslang zu lernen, denn sonst können sie ihren Job eines Tages nicht mehr gut machen. Unternehmen bauen daher auf Weiterbildung, schaffen eine Atmosphäre, in der jeder vom anderen lernt oder gezielt weitergebildet wird. Und zwar die erfahrenen Mitarbeiter ebenso wie die Nachwuchskräfte, fachlich ebenso wie persönlich und sozial. Wer das Gefühl hat oder gar weiß, dass er sich im Betrieb weiterentwickeln kann, wird enger an das Unternehmen gebunden – und der Betrieb profitiert zudem von motivierten Mitarbeitern mit dem aktuellen Know-how.

Gute Arbeit = gute Arbeitsbedingungen

Wer gute Arbeit abliefern soll, braucht dafür nicht nur das richtige Werkzeug und Material oder die passende Arbeitskleidung – sondern auch gute Arbeitsbedingungen. Dazu gehören beispielsweise effiziente und gut organisierte Arbeitsabläufe bei welchen alle Mitarbeiter wissen, was ansteht, worum es geht oder warum Dinge so gemacht werden sollen, wie es die Führungskraft vorsieht. Gute Kommunikation und Transparenz helfen dabei und stärken zudem das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Kreative und flexible Arbeitszeitmodelle

Flexible Arbeitszeitmodelle werden heute von vielen Mitarbeitern gefordert, damit sie Beruf und Familie, Hobbys oder Ehrenämter gut miteinander vereinbaren können. Was an Flexibilisierung in einem Betrieb möglich wäre, ist sicher sehr verschieden – im Büro anders als auf der Baustelle, im Sommer anders als im Winter. Aber gemeinsam darüber nachdenken, was möglich wäre, lohnt sich auf jeden Fall. Mit Arbeitszeitkonten lassen sich beispielsweise saisonale Auftragsschwankungen glätten. Dazu gehört auch darüber nachzudenken, ob größere Gestaltungsfreiheit für die Teams die Zufriedenheit steigern kann.

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