Andere Führen

Inhalt

Gemeinsam Ziele erreichen

Jeder im Team sollte wissen, welche Aufgaben von wem und bis wann erledigt werden sollen. Besonders wichtig ist das, wenn mehrere Mitarbeiter an einem Auftrag arbeiten. Andere zu führen bedeutet auch, die Rahmenbedingungen so zu setzen, damit alle ihre Aufgaben erfüllen können. Dazu gehört unter anderem das richtige Werkzeug bereitzustellen, die Zeit für die Erledigung einzelner Arbeitsschritte angemessen einzuteilen und bei etwaigen Problemen einzugreifen. Nur so können die Mitarbeiter effektiv arbeiten.

Richtiger Umgang mit Fehlern

Zu guter Führung gehört das Wissen über Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erwartungen der Mitarbeiter. Die Führungskraft muss wissen, welche Aufgaben an wen übertragen werden können, ohne jemanden zu über- oder unterfordern.

Fehler zu machen ist menschlich. Doch sollte aus ihnen gelernt werden – indem alle nach Wegen suchen, wie es beim nächsten Mal besser gemacht werden kann. Das fördert das Betriebsklima und den Geschäftserfolg. Umgekehrt können Führungskräfte mit Lob gar nicht großzügig genug sein. Nichts motiviert mehr als Anerkennung von guter Arbeit.

Führen durch Vorbild

Ob gewollt oder nicht: Der Inhaber eines Handwerksbetriebs ist ein Vorbild. Das Verhalten des Chefs wird von den Mitarbeitern laufend wahrgenommen und bewertet. Es hat auch sehr konkrete Auswirkungen auf deren Mitwirkung im Betrieb.

Wer als Chef weder glaubwürdig spricht noch verlässlich handelt, dem schenken die Mitarbeiter weniger Vertrauen – und sie werden seine Anweisungen nur widerwillig befolgen. Aber wer mit gutem Vorbild vorangeht und sich so verhält, wie er es von anderen fordert, wird als Chef respektiert.

Wenn es mal knirscht

Wo Menschen zusammenarbeiten, können Konflikte entstehen. Für den Chef ist es wichtig, Kontroversen frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen. Leicht gerät die Situation außer Kontrolle. Darunter leiden das Betriebsklima und die Produktivität.

Wichtig ist es, nicht Partei zu ergreifen, sondern die direkt Beteiligten getrennt anzuhören. Anschließend bitten Sie die Streitenden um einen Lösungsvorschlag. Als Vorgesetzter halten Sie sich damit tunlichst zurück.

Mitarbeitergespräch

Die Zeit nehm‘ ich mir

Wenn die Mitarbeiter die wichtigste Stütze des Betriebs sind, dann ist jeder Chef eines Handwerkbetriebs gut beraten, dieser Stütze von Zeit zu Zeit Gehör zu schenken. Das ist seine Chance, die Mitarbeiter zu motivieren und zu erfahren, wo etwas nicht richtig läuft.

Im Mitarbeitergespräch kann er erklären, welche Aufgaben im Betrieb anstehen, wie er den Mitarbeiter sieht und wo er Verbesserungsbedarf erkennt. In diesem Fall sollten Maßnahmen wie ein Fachlehrgang oder ein Training vereinbart werden. Deshalb erfordert das Mitarbeitergespräch eine sorgfältige Vorbereitung.

Mitarbeiter, die sich beruflich oder persönlich weiterentwickeln möchten, haben die Möglichkeit, das in diesem Gespräch anzusprechen und ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen zur Sprache zu bringen.

Und was meinen Sie dazu?

Mitarbeiter wollen vor allem dann Ziele erreichen, wenn sie an deren Vereinbarung mitgewirkt haben. Für den Leiter eines Handwerkbetriebs bedeutet das, die Mitarbeiter auch einmal nach ihrer Meinung zu fragen, wie ein Ziel erreicht oder ein Problem gelöst werden kann.

Das setzt allerdings die Bereitschaft zum Zuhören voraus. Auf diese Weise signalisieren Sie den Mitarbeitern, dass sie als kompetente Partner auf ihrem Gebiet betrachtet werden. Wer nur seine eigene Meinung bestätigt wissen will, verprellt auf Dauer seine Leute.         

Diversität in der Belegschaft

Diversität bedeutet Vielfalt und Verschiedenheit. Es geht nicht nur um Männer und Frauen oder um Mitarbeiter aus unterschiedlichen Herkunftsländern, sondern auch um diverse Altersgruppen, Familien- und Bildungshintergründe sowie Kompetenzen.

Von einer heterogenen Belegschaft können Betriebe profitieren. So fühlen sich ältere Kunden oft wohler, wenn sie von einem Mitarbeiter derselben Generation beraten werden. Sprachhürden und kulturelle Barrieren lassen sich leichter überwinden, wenn im Team ein Muttersprachler die Fremdsprache beherrscht oder mit den Gepflogenheiten einer anderen Kultur vertraut ist.

Die Kehrseite sind mögliche Konflikte, die sich aus der Verschiedenheit ergeben. Hier sind Sie als Führungskraft gefragt, allen Mitarbeitern mit der gleichen Wertschätzung zu begegnen und, wenn es angebracht ist, zu vermitteln.

Wertschätzung

Wie man sich selbst behandelt wissen will

Wertschätzung ist die Einstellung, jedem Mitarbeiter als Mensch mit ganz persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, mit Wünschen und Zielen zu begegnen. Das hat nichts mit Kuschelpädagogik zu tun. Es ist ein Hauptschlüssel für den betrieblichen Erfolg.

Sie sollten sich deshalb die besonderen Fertigkeiten der Mitarbeiter ansehen und versuchen, diese Stärken so gut wie möglich für den Betrieb einzusetzen. Je mehr Neigung und Können zur Aufgabe passen, desto größer sind Effizienz und Arbeitszufriedenheit.

Wertschätzung macht attraktiv

Zufriedene Mitarbeiter leisten nicht nur mehr, sondern sie bleiben auch länger im Betrieb. Das spart Kosten für die Suche und Einarbeitung von neuen Mitarbeitern. Außerdem sprechen zufriedene Mitarbeiter positiv über ihren Betrieb. Das macht es leichter, neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Wertschätzung drückt sich nicht nur im Gehalt aus. Kleine Gesten können viel bewirken. Eine ehrlich gemeinte Anerkennung an passender Stelle beweist den Mitarbeitern, dass Sie ihre Arbeit wertschätzen.

Soft Skills

Chefs brauchen ein gutes Gespür

Soft Skills sind die Basis guten Umgangs mit Menschen. Neben Fachwissen und der Fähigkeit, wirtschaftlich einen Betrieb zu leiten, brauchen Sie Soft Skills, um als Chef Ihre Mitarbeiter erfolgreich führen zu können.

Menschenkenntnis, Sensibilität und soziale Kompetenz gehören zu den wichtigsten Soft Skills. Ein Chef, der die Gefühlswelt seiner Mitarbeiter nicht kennt, nicht versteht oder falsch deutet, ist nicht in der Lage, sie motivierend zu führen. Das Ergebnis sind Mitarbeiter, die nicht mehr als „Dienst nach Vorschrift“ machen, die häufiger krank sind oder kündigen.

Angemessen auf Überstunden reagieren

Ein guter Vorgesetzter bringt rechtzeitig in Erfahrung, was die eigenen Mitarbeiter zu Leistung anspornt. Dann können Sie, wenn zum Beispiel einmal außer der Reihe Überstunden erforderlich sind, angemessen auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter reagieren. Während sich der eine mehr über einen freien Tag als Ausgleich freut, kann ein anderer vielleicht gerade das Geld besser gebrauchen.

Handouts und weitere Infos

INQA-Check „Personalführung“

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