Sich selbst führen

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Gute Chefs haben die besseren Mitarbeiter

Führung ist der umfassende Begriff für den Umgang des Inhabers mit seinen Angestellten. Es ist kein Zufall, ob die Mitarbeiter leistungsbereit sind und damit die Produktivität des Betriebs erhöhen oder ob sie demotiviert und leistungsunwillig sind. Das kann der Vorgesetzte durch sein eigenes Verhalten steuern. Wer seine Mitarbeiter gut führt, motiviert seine Mitarbeiter, die sich mit „ihrem“ Betrieb identifizieren und für ihn einsetzen. Schlecht geführte Mitarbeiter tun dagegen nicht mehr als unbedingt notwendig – und nur so lange, bis sie etwas Besseres finden.

Wer gut führt, steigert die Bindung der Mitarbeiter an das eigene Unternehmen und schafft gleichzeitig Argumente für die Arbeitgeberattraktivität – und wird damit auch für potenzielle Bewerber interessanter, wenn er dies bei der Bewerberansprache zu kommunizieren weiß.

Gut geführt ist halb gewonnen

Nun ist nicht jeder, der einen Handwerksbetrieb gründet oder übernommen hat, von Natur aus eine geborene Führungspersönlichkeit. Es gibt aber viele Kurse und Seminare, in denen sie lernen können, wie sich gute Chefs verhalten.

Was macht eine gute Führungskraft aus?

Um Mitarbeiter anzuleiten, brauchen Führungskräfte vor allem drei Eigenschaften: Fachkompetenz, persönliche Autorität und Überzeugungskraft. Die Fachkompetenz ist beim Inhaber eines Handwerkbetriebs vorauszusetzen. Autorität und Überzeugungskraft beruhen auf einer ausgeglichenen Persönlichkeit, Glaubwürdigkeit, Vorbildverhalten, Verantwortungsbewusstsein und Menschenkenntnis. Dazu gehört, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen – und vor allem die Stärken gezielt einzusetzen.

Wer andere führen will, muss sich selbst führen

Das Thema Führung ist immer eine Medaille mit zwei Seiten – nämlich der Mitarbeiterführung und der Selbstführung. Sich selbst gut zu führen bedeutet, stets die vordringlichen Aufgaben im Blick zu haben, seine Zeit gut einzuteilen und sich Freiräume zu lassen, um die künftige Entwicklung des Betriebs nicht aus den Augen zu verlieren.

Wenn die Dinge einmal nicht so laufen, wie es sich der Chef vorstellt, dann liegt das immer nur zu einem Teil an den Mitarbeitern. Der andere Teil hängt von guter Führung und Selbstführung ab. Für beide gibt es klare Prinzipien.

Klarheit bei der Selbstführung

In jedem Handwerksbetrieb bestimmen die wirtschaftliche Bedeutung und die Dringlichkeit der Aufträge die Reihenfolge, in der diese angegangen werden müssen. Wenn der Chef nicht weiß, wie er die Prioritäten setzen soll – wie sollen es dann die Mitarbeiter können?

Deshalb kommt es darauf an, die wichtigsten und dringlichsten Aufgaben stets selbst im Blick zu haben und deren Ausführung zu überwachen. Weniger wichtige, aber eilige Aufgaben können an geeignete Mitarbeiter übertragen werden. Wichtige Aufgaben, die nicht schon morgen erledigt sein müssen, können geplant werden.

Die Zeit im Blick behalten

Zur guten Selbstführung gehört der Umgang mit der wichtigsten Ressource – der eigenen Zeit sowie der Zeit der Mitarbeiter. Auch in kleinen Betrieben werden mitunter Stunden und Tage vergeudet, weil nicht klar ist, was genau zu tun ist, welche Aufgaben vordringlich zu erledigen sind und wer zuständig ist.

Anrufe und E-Mails lenken häufig von den eigentlichen Prioritäten ab. Deshalb sollten Chefs darauf achten, sich durch sorgfältige Planung Freiräume zu verschaffen. Dazu gehört zum Beispiel, feste Zeiten für bestimmte Aufgaben einzurichten. Etwa um Kundentermine wahrzunehmen, sich mit der Buchführung zu beschäftigen, E-Mails und Anrufe zu beantworten und um mit den Mitarbeitern zu sprechen.

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